SOULICIOUS-TRAINING | Dem sprunghaften Anstieg der psychosozialen Risiken vorbeugen, diese erkennen und handeln
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Burnout

Dem sprunghaften Anstieg der psychosozialen Risiken vorbeugen, diese erkennen und handeln

Was verbirgt sich hinter dem Begriff der psychosozialen Risiken ? – Definition:

Es gibt bis heute keine verbindliche Definition von psychosozialen Risiken. Dies macht den Umgang mit ihnen und auch die Anerkennung schwierig, sowohl gesellschaftlich als auch rechtlich. Mit dem Begriff «psychosozialen Risiken am Arbeitsplatz» werden alle Risiken abgedeckt, mit denen man im beruflichen Umfeld in Berührung kommen kann und welche eine Beeinträchtigung der psychischen und/oder physischen Gesundheit nach sich ziehen können.

Worauf sind sie begründet ? – Ursachen: 

Es gibt für diese Risiken verschiedene Ursachen:

  • das Verantwortungsgefühl bei der Arbeit oder auch die Loyalität zum Arbeitgeber
  • die Arbeitsorganisation
    • übermäßige Arbeitslast
    • Arbeitsintensivierung, z. Teil ohne nötige Fachkenntnisse
    • widersprüchliche Anweisungen
    • unklare Zuständigkeiten
    • ständige Umstrukturierungen
    • monotone Arbeit
    • kein berufliches Weiterbildungsangebot
    • fehlende Erholungsphasen
  • die Arbeitsbedingungen
    • schlechtes Management
    • fehlende Unterstützung
    • mangelnde Autonomie des Arbeitnehmers
    • unsicherer Arbeitsplatz
    • Karrieremöglichkeiten
    • Schlechte Bezahlung
  • die erforderliche Aufmerksamkeit
    • Keine oder wenig Miteinbeziehung der Arbeitnehmer bei Entscheidungen
  • Umgang zwischen den Menschen
    • Konflikte
    • schlechte Kommunikation
    • Beziehung und Verständnis mit dem direkten Vorgesetzten
    • Gewalt
    • Mobbing

 

Wie äußern sie sich ? – Folgen: 

Psychosoziale Risiken bedingen oft Berufskrankheiten, die sich psychisch, physisch oder auch sozial negativ auswirken können, wie z. Bsp.:

  • Pathologischer Stress
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Burn-out
  • Bore-out
  • Brown-out (Sinnverlust der Tätigkeit)
  • psychosomatische Erkrankungen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen:
    • Hypertonie
    • Tachykardie
  • Muskuloskelettale Störungen (MSS):
    • Rückenschmerzen
    • Schmerzen in den oberen Gliedmaßen
    • Verdacht auf Zusammenhang mit Fibromyalgie

 

Was ziehen sie nach sich ? – Auswirkungen: 

Im Unternehmen und für das Individuum können folgende Auswirkungen auftreten, die teilweise bis zur Frühverrentung gehen:

  • Gesteigertes Konfliktpotential
  • Gesteigerte Aggressivität
  • Entwicklung von Abhängigkeiten
  • Präsentismus (kranke Arbeitnehmer, die trotzdem arbeiten kommen)
  • Erhöhte Fehlzeiten (lange Arbeitsunfähigkeit) bis hin zum Tod
  • Erhöhte Unfall- und Verletzungsraten
  • Suizi

 

Was kann dagegen getan werden? – Prävention: 

Eine 3 Phasen-Prävention nach Gerald Caplan hat sich in diesem Bereich bewährt. Sie unterscheidet sich in Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention. Dabei sollte auch unterschieden werden zwischen personaler (auf den einzelnen ausgerichtete) und struktureller (auf das System ausgerichtete) Prävention.

  1. Primärprävention zielt darauf ab, vorbeugende Maßnahmen zu treffen, um eine Krankheit/Auswirkung vor deren Eintreten zu verhindern, wie z. Bsp.:
  • Analyse und Erstellen eines Regelwerkes in den Bereichen:
    • Arbeitsorganisation
    • Arbeitsbedingungen
    • Diversity
    • Sinnhaftigkeit/Werte
    • Zwischenmenschlicher Umgang
    • Mitarbeitergespräche
    • Individueller Fortbildungsplan
  • Informations- und Aufklärungsveranstaltungen zu psychosozialen Risiken
  • Erstellen eines speziell auf psychosoziale Risiken geschulten internes Netzwerks
  • Einrichten eines Ruheraumes
  • Angebot von sportlichen Aktivitäten, ggf. mit Partnership
  • Karrieremanagement 
  1. Sekundärprävention dient der Früherkennung von Krankheiten und setzt im Frühstadium der Krankheit/Auswirkung an. So soll verhindert werden, daß eine Krankheit/Auswirkung fortschreitet oder sich chronisch einnistet, wie z. Bsp.:
  • Regelmäßiges Aktualisieren des Regelwerkes der Primärprävention
  • Systematisches Angebot der Inanspruchnahme bzw. Einsatz von Coaches im Falle von:
    • Konflikten
    • Aggressivität
    • Abhängigkeitsverhalten
  • Systematische Analyse von Arbeitszeiten und Fehlzeiten seitens des Arbeitgebers
  • Systematische Analyse der Ursachen von Unfällen und Verletzungen
  • Erstellen eines Notfallplanes im Falle von Suizid (am Arbeitsplatz / ausserhalb)
  • Früherkennung bei Verdacht mittels Gespräch, Tests
  • Angebot von individuellen Leistungen im Bereich:
    • Kommunikation
    • Stressmanagement
    • Entspannungstraining
  1. Tertiärprävention setzt nach Auftreten der Krankheit/Auswirkung an und soll Folgeschäden oder Rückfälle vermeiden, wie z. Bsp.:
  • Begleitung des Mitarbeiters bei der Wiedereingliederung nach Krankenschein
  • Regelmäßige Catch-ups
  • Brechen des Tabus psychische Krankheit
  • Karrieremanagement
  • Partizipation an Kosten für externe Coachings (Work-Life-Balance)
  • Angebot von spezifischen Coachings
  • Angebot von Entspannungstrainings

 

Soulicious bietet Ihnen anhand des Seminars: „Les 360° du bien-être psycho-social“ oder „Die 360° der psychosozialen Risiken“ sowohl in französischer wie auch in deutscher Sprache die Möglichkeit die eventuell bereits bestehenden Risiken zu erkennen, diese ganz gezielt zu reduzieren und/oder im allgemeinen Vorbeugend auf die vorhandenen Strukturen einzuwirken um vor allem sich selbst, Ihre Mitarbeiter aber auch Ihr Unternehmen zu schützen und somit ein bestmögliches Arbeitsumfeld zu garantieren.

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